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Haltung Ein Schelm, wer denkt , man könne sich ein Meerschweinchen anschaffen, irgendeinen Käfig wählen, eine Packung Futter und vielleicht noch einen Kopf Salat zulegen, das Tierchen reinsetzen und voila: Jetzt ist man glücklicher Besitzer eines bis zu seinem letzten Lebensjahr zufriedenen Meerschweinchens. Pustekuchen. Leute, bitte setzt euch einfach mal in die Lage eines Meerschweinchens, dann müsstet ihr eigentlich fast schon selbst darauf kommen, dass ein Meeri auch einen Anspruch auf Ansprüche hat. :P Wird man diesen nicht gerecht, kann es passieren, dass man irgendwann ein lebloses Fellbündel im Käfig hat... Käfig und Einrichtung Über die Größe haben wir ja bereits gesprochen : Er sollte für zwei Tiere nicht kleiner als 1,20 x 50 cm sein. In Zoohandlungen werden oft viel zu kleine Käfige angeboten, doch mittlerweile gibt es auch dort recht schöne Stücke in der richtigen Größe. Bitte wählt einen mit Gitterstäben (farblos, sonst besteht Vergiftungsgefahr! – Die Farbe der Plastikwanne ist natürlich egal ) und keinen aus Kunststoff! Dieser könnte im Sommer zu stickig werden, es passiert nicht selten, dass Meerschweinchen dadurch einen Hitzeschlag bekommen, außerdem könnten sie sich abgeschottet fühlen. Was die Einrichtung angeht, so sollte nicht nur Futternapf, Trinkflasche und Heuraufe, sondern auch ein Holzhäuschen nicht fehlen. Dieses sollte groß genug für zwei ausgewachsene Meeris sein, also bastelt euch lieber selber Häuser anstatt sie in Zoohandlungen zu kaufen. Meerschweinchen sind Fluchttiere und brauchen Unterschlupf, der nicht zu viel Licht reinlässt, also sollte am Häuschen ein Eingang, aber kein weiteres Fenster vorhanden sein. Auch sollte ihnen nicht langweilig werden, es gibt viele Sachen, die man selbst herstellen oder auch kaufen kann um ihnen das triste Dasein in Haft etwas erträglicher zu machen, wie z.B eine zweite Ebene mit Treppen oder Brücken, Kuschelröhren aus Baumwollstoff oder Hanf ... Kreativität ist gefragt, sofern man ungiftige und ungefährliche Materialien benutzt, werden euch die unternehmungslustigen Meerschweinchen dankbar sein. Der richtige Umgang Meerschweinchen werden relativ schnell zahm, wenn man sich regelmäßig mit ihnen beschäftigt. Doch auch auf das richtige Handling kommt es an. Gerade Kinder neigen dazu, die Meerschweinchen zu grob und nachlässig zu behandeln. Bitte beachtet folgendes: - Nähert euch , besonders am Anfang , nie mit zu schnellen oder ruckartigen Bewegungen dem Tier. - Packt es nicht von oben herab, Meerschweinchen fürchten ihre natürlichen Feinde – die Vögel – sehr und würden reflexartig reagieren. - Greift nie mit der Hand ins Häuschen, um euer Tier herauszuholen - Haltet ein Meerschweinchen nicht fest, wenn es euch im Käfig durch die Hand rennt, und jagt es danach auch nicht weiter, sondern wartet ab. Geduld ist gefragt. Am besten, ihr nähert euch am Anfang dem Tier und beobachtet es einfach eine Weile, geht vorsichtig mit der Hand (nicht von oben, sondern besser genau in der Höhe der Meerschweinchenaugen ) hinein, haltet ihm Futter vor die Nase und macht dies solange, bis das Tier es von sich aus annimmt. Ab da an könnt ihr es vorsichtig hochnehmen, dabei mit der einen Hand immer das Hinterteil „stützen“ , damit es nicht einfach in der Luft baumelt oder sich unsicher fühlt. Auslauf und Gefahren Selbst wenn ihr einen relativ großen Käfig mit interessanter Einrichtung habt – eure Meerschweinchen brauchen täglich Auslauf, am besten nicht weniger als zwei Stunden lang. Solltet ihr eure Tiere draußen in einem großen Gehege halten, fällt das natürlich weg. Überlegt euch vorher genau, in welchem Raum ihr die Tiere laufen lässt, denn Gefahren gibt es im Nachhinein mehr, als man sich hätte denken können – nur ist es dann meist zu spät. :p Habt ihr Hunde oder Katzen? So sperrt diese bitte aus diesem Raum aus, es gibt zwar solche Vierbeiner, die sich mit ihnen vertragen und sogar Freundschaft schließen, aber dennoch ist Vorsicht angesagt. Es dürfen sich auch keine Kabel im Auslaufsplatz befinden, da Meeris gerne alles anknabbern, was ihnen vor die Nase kommt - allerdings wäre das dann ihr letztes Knabberabenteuer gewesen. Bedenkt auch, dass sie jede mögliche Ecke ausfindig machen wollen, um sich zu verstecken. Schaut vorher also nach, ob diese Verstecke „rein“ sind und auch nicht zu eng, vor Angst könnten sich die Tiere dort reinquetschen versuchen und daran schlimmstenfalls verenden. Tipp: Um die Meerschweinchen am Ende nicht durch’s Zimmer scheuchen zu müssen, um sie einzufangen, (das schadet der Beziehung zueinander ) könnt ihr den Käfig am Anfang einfach auf den Boden stellen, dann können eure Tiere sich auch aussuchen, ob und wann sie raus/rein wollen. Fellpflege Bei den Glatthaarmeerschweinchen ist keine menschliche Hilfe bei der Fellpflege notwendig. Auch bei den Rosettenmeeris braucht man nicht auf sonderlich viel zu achten, allerdings können sich manchmal am Hinterteil Verschmutzungen bilden, die man vorsichtig abwaschen sollte. Was Baden betrifft: Abgesehen davon, dass Meerschweinchen nur ungern baden, können sie durch Zug oder Nässe sehr schnell Erkältungen bekommen, und mit diesen ist bei den kleinen Nagern nicht zu spaßen. Am meisten Pflege beanspruchen wohl die Langhaarmeerschweinchen. Sie sollten mindestens einmal die Woche mit einer Babybürste oder kleinen Kamm gebürstet werden. Bei Texeln sollte man aber von diesen Geräten ablassen, sondern eher, ähnlich wie beim Schweifverlesen von Pferden, das Fell mit den Fingern entwirren. Ansonsten würden die Texel schnell ihre Locken verlieren, und so ein glattes Wattefell sieht nicht besonders schön aus. Bei Peruanern und den anderen Langhaarmeerschweinchen sollte man das Fell nicht allzu lang wachsen lassen, am besten, man behält die Länge des Haares so, dass es gerade mal bis auf den Boden reicht. Ansonsten sollte es regelmäßig abgeschnitten werden. Allgemein ist die Fellpflege besonders bei den Langhaarmeerschweinchen wichtig, weil sich schnell Krankheiten in Form von Haarlingen oder Milben breit machen könnten. Werbung: Interessante SMS Sprüche
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